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„Hier lebe ich gern“

17.12.2012

Denke ich an Friedehorst, denke ich an Lesum. – Die diakonische Stiftung Friedehorst hat ihren Stammsitz im Bremer Ortsteil Lesum. Dort wurde sie 1947 angesiedelt und ist seitdem dort unter anderem in der Behindertenhilfe aktiv. Oft wird dabei vergessen, dass sich inzwischen zahlreiche Angebote und Häuser außerhalb des Geländes an der Rotdornallee befinden. Bereits seit 20 Jahren besteht beispielsweise die Stationäre Wohngruppe „Feuerwache“ in Gröpelingen (früher „Außenwohngruppe“ genannt), die gerade ihr Jubiläum mit einem kleinen Fest gefeiert hat.

Ein selbstgemalter Zeitstrahl illustrierte bei der Jubiläumsfeier die Geschichte der Wohngruppe.Andreas Wegener, Geschäftsführer der Dienste für Menschen mit Behinderung Friedehorst gGmbH, begrüßte dabei gemeinsam mit Gruppenleiter Andreas Wietfeldt die rund vierzig Gäste. Sein Grußwort richtete Herr Wegener vor allem an die ersten vier Bewohner der Gruppe. Dabei ging er kurz auf die Historie ein und betonte die Bedeutung auch in der heutigen Zeit: „Vor zwanzig Jahren, also im November 1992, sind Sie in die erste Außenwohngruppe nach Burgdamm gezogen. Mitarbeitende des Behindertenbereichs hatten für Sie und mit Ihnen diesen Schritt geplant und gemeinsam mit der zuständigen Behörde vorbereitet. Die Zusammenarbeit mit der Behörde war langwierig und nicht immer einfach. Aber schließlich hat es doch geklappt und Sie sind fort vom sogenannten Stammgelände von Friedehorst gezogen. Dies war ein großer Schritt für Sie und Friedehorst, der sich aber sehr bewährt hat. Wir haben uns aufgemacht und den ersten Schritt in Richtung Dezentralisierung und Ambulantisierung gemacht. Elf Jahre später, 2003, sind Sie dann in dieses Haus gezogen. In die Feuerwache, wo immer noch Sie vier gemeinsam wohnen und dabei von Friedehorst unterstützt werden. Dass Sie dieses Fest geplant haben und wir hier nun feiern, verstehe ich als ein Zeichen dafür, dass Sie sich hier wohlfühlen und über Ihr Zuhause freuen.

Eine Torte zum 20-JährigenBeim Kaffeetrinken und Kalten Büfett kamen Bewohner, Mitarbeitende, auch vom Leitungsteam der Dienste für Menschen mit Behinderung, und Gäste miteinander ins Gespräch. Die Erinnerungsschubläden in den Köpfen wurden geöffnet, Fotoalben gewälzt. Beim Erinnern half auch ein großes selbsterstelltes Plakat, welches in einer Zeitleiste alle wichtigen Stationen der Wohngruppe zeigte. Die Entstehung der Wohngruppe war ein besonders entscheidender Schritt für die Bewohner, der ihr Leben geprägt hat. Doch keiner hat diesen Schritt je bereut, wie auch Nicole Peters, die Herrn Wegener gestand: „Ich lebe soooo gern in meinem Apartment.“




11.12.12/US