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Grundstein für das neue Kinderlebenszentrum Jona gelegt
06.05.2011
Eine wichtige Etappe ihres neuen Bauprojekts haben die Dienste für Menschen mit Behinderung der Stiftung Friedehorst erreicht: Am 4. Mai fand im Beisein der Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter die Grundsteinlegung für das neue Kinderlebenszentrum Jona statt.

Gemeinsam mit Hans-Peter Reeb, Sprecher des Vorstands der Stiftung, versah Nahid Chirazi, Geschäftführerin der Dienste für Menschen mit Behinderung, traditionsgemäß die ersten gemauerten Steine mit einer Kartusche – gefüllt mit den Bauplänen, einer aktuellen Tageszeitung, Zeichnungen der Jona-Kinder und Münzen. Die Fertigstellung des vom Architektenbüro Haslob Kruse und Partner konzipierten Gebäudes ist für Sommer 2012 vorgesehen.

Im Rahmen des Festaktes sprach Senatorin Rosenkötter in ihrem Grußwort den künftigen Bewohnern ihre Wünsche für das neue Haus aus. „Die viele Jahre bewegte Frage, ob die alten Mauern des jetzigen in den 1960er Jahren erbauten Kinderlebenszentrum Jona saniert werden oder doch etwas Neues entsteht, findet mit der heutigen Grundsteinlegung eine sichtbare Antwort,“ stellt Hans-Peter Reeb in seiner Ansprache fest.
Auf rund 3.200 Quadratmetern bietet das von der Sparkasse Bremen finanzierte Haus Platz für sieben autarke Wohngruppen, in denen insgesamt 55 Bewohner und Bewohnerinnen in familiären Strukturen zusammenleben. „Durch den Neubau schaffen wir neue Möglichkeiten für die individuelle und ganzheitliche Förderung der uns anvertrauten Kinder und Jugendliche“, erklärt Nahid Chirazi in ihrer Ansprache. Dieses spezielle Konzept der Pflege setzt auf mehr Intimität für den einzelnen Bewohner und auf mehr Privatsphäre für jede Gruppe, was sich auch in dem architektonischen Konzept widerspiegelt. So bekommt jede Wohngruppe ihren eigenen Bereich, in denen zudem die Einzelzimmer überwiegen. Insgesamt finden in dem Neubau 25- Einzel und 15 Doppelzimmer Platz, hinzu kommen Gruppen- und Aufenthaltsräume, Wohnküche und Therapieräume. Zudem ermöglichen Eltern- und Begleitungsräume eine noch aktivere Teilhabe der Angehörigen.
Das architektonische Konzept des neuen Kinderlebenszentrum Jona von zwei versetzten, durch transparente Elemente miteinander verbundene Gebäudeteile unterstreicht die vorgesehene harmonische Raumgestaltung, die den Bedürfnissen junger behinderter Menschen entgegenkommt und den typischen Heimcharakter weitgehend aufhebt. Der Neubau ermöglicht die Umsetzung differenzierter Angebote, wie zum Beispiel die direkte Sauerstoffversorgung einer Wohngruppe für schwerst-mehrfachbehinderte Kinder oder eine spezielle Raumausstattung verletzungssicheren Einbauten und abschließbaren Strom- und Wasserkreisen.
06.05.11/SH, AB