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Meer-Vergnügen

23.01.2012

Keine fünf Minuten brauchten sie von ihrem Feriendorf bis an den schönen Strand von Boltenhagen: Eine kleine Reisegruppe bestehend aus Bewohnern und Mitarbeitenden des Haus 9L ist vor kurzem für fünf Tage an die Ostsee gereist. Es war die erste gruppenübergreifende Reise von Menschen, die in Haus 9L leben. Gemeinsam erlebten Ursula Bertelsen von Gruppe 1, Jannek Böhm und Susanne Paul von Gruppe 2 und Olaf Hain von Gruppe 3 eine Abwechslung vom normalen Alltag mit Tagesförderstätte oder Martinshof.

Bewohner und Mitarbeitende von 9L an der OstseeBegleitet haben sie die Mitarbeitenden Janette Waßmann, Achim Nadolny und Nicole Richter, die ebenfalls auf drei verschiedenen Gruppen arbeiten. Auch im Ferienquartier konnten sich alle Reisenden auf drei Wohnungen verteilen, verbrachten aber die Tage und Abende gemeinsam. Zu ihrem Programm gehörte neben der Erkundigung des Luftkurortes Boltenhagen mit seiner Seebrücke auch ein Ausflug in die Innenstadt und den Tierpark von Wismar. Autos hatten sie immer dabei, da die Ausflüge mit drei Rollstuhlfahrern sonst zu anstrengend gewesen wären. Die Unterkunft mit Halbpension war barrierefrei und bestens geeignet für die Reisegruppe.

Sich einmal auf andere Weise begegnenViele Gedanken und Vorbereitungen steckten in der Ostseereise, nicht nur durch das Finden des Urlaubsortes und des Anmietens der Autos. So eine „sozialtherapeutische Gruppenfahrt“ muss mit Gründen und Zielen beantragt werden. Und vor Ort hatten die Betreuer rund um die Uhr alle Hände voll zu tun, was Frau Bertelsen wohl auch dazu brachte zu sagen: „Och Mensch, das ist wohl auch mehr Arbeit als Vergnügen!“, als Achim Nadolny sie gerade durch den Tierpark schob. Trotz des daraufhin fast schon geflügelten Wortes bestand am Ende der Reise jedoch bei allen Einigkeit, dass das Vergnügen weitaus überwogen hatte.


19.01.12/US