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Kinderhospiz Jona feiert 5-jähriges Jubiläum

14.06.2011

5700 Besuchsstunden, 59 Kinder und Geschwisterkinder, 57 Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen, 33 Begleitungen – jede einzelne Zahl erzählt eine Geschichte voller Hoffnung, Trauer und Beistand, die das Kinderhospiz Jona in seiner fünfjährigen Geschichte erlebt hat. Im Rahmen einer Feierstunde blickten Geschäftsführerin Nahid Chirazi und die Koordinatorinnen der ambulanten Einrichtung Katrin Heuer und Monika Mörsch, gemeinsam mit den geladenen Gästen, darunter betroffene Familien, Ehrenamtliche, Spender und Vertreter aus Politik und Behörde, auf die geleistete Arbeit zurück. Jona-Botschafter Oliver Mommsen konnte aufgrund der Dreharbeiten zum aktuellen Tatort nicht an der Feier teilnehmen und schickte eine Videobotschaft an alle Gäste.

Staatsrat Dr. Hermann Schulte-Sasse dankte in seiner Rede für die geleistete Arbeit: „Dem Kinderhospiz Jona gelingt es immer wieder, Menschen zu berühren und entweder durch Spenden oder durch konkrete Mitarbeit in den betroffenen Familien Hilfe im Alltag, Nähe und Unterstützung zu leisten. Und für dieses vorbildliche Engagement sage ich herzlichen Dank.“ Hans-Peter Reeb bei der FeierstundeWeitere Grußworte sprachen Sabine Kraft, Vorsitzende des Bundesverbandes Kinderhospiz, Nahid Chirazi und Hans-Peter Reeb, der als Sprecher des Vorstandes der Stiftung Friedehorst die große Aufgabe der ehrenamtlichen Begleitung würdigte: „Einfühlsam lebensermutigend zu sein, wenn Verzweiflung die Betroffenen übermannt, lebensbejahend und heilsam ablenkend aktiv zu sein, damit in dieser Zeit extremer Belastungen auch die Normalität des Alltags ihren Platz hat – das ist eine große Aufgabe. Im Namen der Stiftung Friedehorst danke ich Ihnen mit großem Respekt und großer Wertschätzung für Ihr Engagement.“

Das Ensemble von \"Siris Reise\"Der musikalische Beitrag zur Feier, vorgetragen vom Ensemble des Musicals „Siris Reise“, widmete sich ebenfalls dem Thema Tod, Trauer und Abschied. Seit seiner Gründung im Juni 2006 begleiten die von der ambulanten Einrichtung ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizhelfer und -helferinnen Familien mit schwerstkranken Kindern in Bremen und im Bremer Umland. Derzeit kümmern sich 26 Ehrenamtliche um die Belange und Wünsche der Familien: Sie entlasten die Eltern in ihrem Alltag, sind Gesprächspartner für alle, hören zu, trösten, und widmen sich den Geschwisterkindern, die bei aller Fürsorge um das kranke Kind oft zu kurz kommen. Nahid Chirazi dazu: „Es sind nicht nur die rund 5000 in und mit den Familien verbrachten Stunden, die unsere Ehrenamtlichen aus ihrer eigenen Lebenszeit zur Verfügung gestellt haben, sondern es ist ein Vielfaches mehr. Es ist der Mut und die Entscheidung, das eigene Leben in Verbindung zu bringen mit Menschen, die einem zunächst fremd sind, es ist der Wille zur Unterstützung in Situationen, die traurig und manchmal auch aussichtslos erscheinen. Die Unterstützung dieses Angebotes für Familien mit lebenslimitierend erkrankten Kindern ist ein Vielfaches mehr als Bürgerschaftliches Engagement- es bedeutet tatsächliche Teilhabe am Leben anderer.“

14.06.11/SH, AB