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Blaumann statt Schreibtisch

19.08.2013

Mattel-Mitarbeiter verleihen den Aufenthaltsräumen des Neurologischen Rehabilitationszentrums neuen Glanz



Im Lichthof der Kinderstation des Neurologischen Rehabilitationszentrums stapeln es sich in einer Ecke Farbeimer, Pinsel, Folie und anderes Malerzubehör, daneben stehen Kartons mit Spielzeug, alte Möbel und Werkzeugkoffer – Anfang August verwandelte sich die Station in eine Baustelle. Doch statt gelernter Handwerker legten sich Mitarbeiter des Spielzeugkonzerns Mattel hier ins Zeug und verschönerten die drei Aufenthaltsräume der Station.

Ausgestattet mit allem, was man für eine umfassende Renovierung benötigt, tauschten sieben Mitarbeiter vier Tage lang Schreibtisch und Computer gegen Pinsel und Bohrmaschine und verliehen den Räumen neuen Glanz. Das gesamte innenarchitektonische Konzept sowie die Kosten für sämtliche Materialien und Möbel stammen ebenfalls von der Firma Mattel, die ihre Mitarbeiter für den Einsatz freistellt.

Ins Leben gerufen hat diese aktive Hilfsaktion die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, die seit Anfang des Jahres mit dem Spielwarenkonzern aus Dreieich bei Frankfurt kooperiert. Der Konzern wollte gerne eine andere Form der Unterstützung als die gängige Geldspende finden. Daher wurde im engen Austausch die Idee für diese Renovierungsaktion entwickelt, für die die Stiftung das NRZ als langjährigen Netzwerkpartner im Bereich des kindlichen Schlaganfalls auswählte.

Nach umfassender Planung ging es nun an die Umsetzung, die bei den kleinen Rehabilitanden auf große Freude stieß. „Es hat keinen halben Tag gedauert, da haben einige unsere Kinder mitgeschraubt und mitgemalert – natürlich standesgemäß im Blaumann“, erzählte Marco Vollers vom NRZ, der sich von diesem Experiment begeistert zeigt. „Die gesamte Umsetzung und Zusammenarbeit hat fantastisch funktioniert. Alle sind schwer begeistert“, schwärmte er. Bereits im Vorfeld fand ein enger Austausch über die künftige Gestaltung der neuen „Stationswohnzimmer“, deren Ausstattung zum Teil noch aus dem Gründungsjahr des NRZ stammt, statt. Schließlich müssen die Räume anders als normale Wohnzimmer bestimmte Anforderungen erfüllen: So müssen sie Platz für Rollstühle lassen. Scharfe Kanten und Ecken, die bei Stürzen ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen, sind tabu.

Doch das Resultat überzeugt: Neue freundliche Wandfarben, moderne Möbel, altersgerechte Ausstattung und natürlich umfangreiches Spielzeug der Firma Mattel machen aus den Aufenthaltsräumen wahre Wohlfühloasen.

Auch Chefarzt und Leiter des NRZ Dr. René Kakos freut sich sehr über das Ergebnis und die gesamte Aktion. „Es ist nicht alltäglich, dass uns jemand auf diese Art unterstützt und wir sind sehr dankbar dafür. Und das freundliche, einladende Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.“