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Reha-Aktiv in Buchholz in der Nordheide eingeweiht
03.11.2008
Anja Schumacher, 27, aus Schneverdingen ist eine der ersten Rehabilitandinnen, die am Montag anfangen. Links neben ihr Berufspädgagogin Frauken Kefenbaum im Bürobereich.
Nach nur sechsmonatiger Bauzeit wurde am vergangenen Freitag, den 31. Oktober, das neue berufliche Trainingszentrum „Reha Aktiv“ in Buchholz in der Nordheide eingeweiht. Die diakonischen Trägergesellschaften Stiftung Friedehorst aus Bremen und Reha-Aktiv gGmbH aus Bersenbrück haben 2,6 Millionen Euro in die Einrichtung in der Brauerstraße 1 investiert und zwölf neue Arbeitplätze geschaffen, so Geschäftsführer Matthias Brand. 24 Rehabilitanden können hier in fünf Berufsfelder auf eine Wiedereingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Bürgermeister Wilfried Geiger sieht in der neuen Einrichtung eine Stärkung seiner Stadt als Medizinstandort. Vertreter der Renten- und Unfallversicherung würdigten das neue Rehabilitationsangebot als wichtige Chance zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung nach einer Schädelhirnverletzung.
Rund 200 Gäste konnten sich von dem gelungenen Bau und der modernen und zweckmäßigen Einrichtung der Trainingswerkstätten überzeugen – darunter auch die ersten Rehabilitanden, die am Montag mit dem Training beginnen. Für Teilnehmer, die zu weit weg wohnen, um täglich zu pendeln, entsteht in der Innenstadt eine Wohneinrichtung in der Hamburger Straße.
Modern, großzügig und zweckmäßig - die Therapiewerkstätten
In den Beiträgen der Festredner wurde vor allem die gute Standortwahl im Gewerbegebiet von Buchholz und die damit zusammenhängenden Kooperationsmöglichkeiten mit örtlichen Betrieben und der hohe Stellenwert des neuen Rehabilitationsangebots für Menschen mit neurologischen Schädigungen betont.
Neue Adresse für berufliche Rehabilitation im Gewerbegebiet von Buchholz, Brauerstraße 1
Als Vorstand der diakonischen Stiftung Friedehorst erinnerte Dr. theol. Georg-Hinrich Hammer aus Anlass des am selben Tag stattfindenden Reformationstag daran, dass die auf Martin Luther zurückgehende Entwicklung auch eine soziale Erneuerung war. In einer seiner ersten Schriften habe der Reformator bereits den Grundsatz „Rehabilitation vor Alimentation“ formuliert – also Hilfe zur Selbsthilfe statt Almosenverteilung.
Das Team. Ganz rechts am Rednerpult Projektleiterin Hofmann-Princ, links neben ihr Geschäftsführer Brand und pädagogischer Leiter Garms
Viel Beifall erhielt Projektleiterin Dr. Heidemarie Hofmann-Princ für ihre Ausführungen zum Stellenwert von Arbeit für ein erfülltes Leben und eine gesunde Personlichkeitsentwicklung. Besonders junge Menschen seien von einer neurologischen Schädigung betroffen. Ihnen eine neue Perspektive zu ermöglichen, sei eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe, der sich „Reha Aktiv“ in Buchholz widme.
Die Einweihungsfeier wurde umrahmt vom „Reeds & Rhythm Quintett“ der Musikschule für die Stadt Buchholz und durch eine Ausstellung von Susanne Dinter aus Jesteburg.