Diakonisches Lernen

Der diakonische Gedanke in der Praxis

„Ich und die Anderen" lautet das Motto dieses Faches, welches bundesweit einzigartig am Nebelthau-Gymnasium unterrichtet wird. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Eltern, Lehrern und der Schulleitung, hat ein Jahr lang an der Konzeption dafür gefeilt. Zum Schuljahr 2010/11 wurde es ein festes, jahrgangsspezifisch gestaltetes Unterrichtsfach am Nebelthau-Gymnasium. Es wird durch Aktionen und Praktika ergänzt. Vor allem wird Diakonisches Lernen aber auch als innere Haltung und Teil des Profils des evangelischen Gymnasiums verstanden.

Diakonisches Lernen umfasst die Bereiche Verstehen, Erproben und Handeln. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur die Botschaft der Bibel verstehen, sondern auch sich selbst, andere und das soziale Miteinander. Erprobt wird das Ganze in Kooperationsspielen, erlebnispädagogischen Aufgaben, Rollenspielen, im alltäglichen Umgang und mithilfe des Lions Quest-Programms mit dem Titel „Erwachsen werden“. Die Lehrerinnen und Lehrer am Nebelthau-Gymnasium werden in diesem Jugendförderprogramm des Lions Club International geschult und stärken in ihren unterschiedlichen Fächern entsprechend die persönlichen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler.

Beispiele für das Handeln sind Co-Unterrichtsstunden mit der Schule für Körperbehinderte an der Louis-Seegelken-Straße, das Übernehmen von Patenschaften älterer Jahrgänge für die neuen Klassen, die Ausbildung zu Schulsanitätern oder –mediatoren und Praktika in sozialen Einrichtungen. Das Nebelthau-Gymnasium orientiert sich dabei auch am Internationalen Jugendprogramm, welches auf den Pädagogen Kurt Hahn zurück geht und ebenfalls auf die Selbstentwicklung junger Menschen abzielt.