Extra-Fortbildungen

Halliwickkonzept nach McMillan

Klinischer Intensivkurs (Schwerpunkt Kinder und Jugendliche)

Mittwoch 9. bis Sonntag 13. März 2011
im Neurologischen Rehabilitationszentrum Friedehorst

Ein aktueller Flyer und Informationen zur Anmeldung folgen in Kürze.

Das Halliwick Konzept ist eine Wassertherapie, basierend auf Prinzipien aus dem Motor Learning. Halliwick wurde in 1950 in Grossbritannien vom Hydromechaniker James McMillan ursprünglich als ein Stufenplan entwickelt, um Menschen mit Funktionseinschränkungen (v.a. bezogen auf das Gleichgewicht) das Schwimmen zu lehren. Endziele waren Selbständigkeit und Teilhabe. Dieser Stufenplan oder dieses Zehn-Punkte-Programm wurde nachher zur Wasser Spezifischen Therapie (WST) entwickelt.

Anfänglich wurde Halliwick nur in Grossbritanien als „Schwimm-Methode für Behinderte“genutzt. Ab 1963, als McMillan seinen ersten Kurs in Bad Ragaz (CH) gab, begann die internationale Verbreitung. Halliwick wird nun in der ganzen Welt praktiziert und geschätzt. Heute wird die Qualitätssicherung von dem International Halliwick Therapy Network kontrolliert.

In diesem Intensivkurs werden die beiden Konzepte, dasZehn-Punkte-Programm und die Wasser Spezifische Therapie(WST) gelehrt, um damit die Zielsetzungen auf allen Ebenen der ICF logisch zu verbinden. Die Anlehnung an der ICF ermöglicht ,wasserspezifische Probleme auf Funktionsebene, Aktivitätsebene und Teilhabe-Ebene zu kombinieren.

Im Rahmen des Evidence Based Practice wird die Legitimierung von Halliwick gegründet auf rezente Wassertherapie-bezogener Patienten Forschung und Forschung aus den Neurowissenschaften. Die ICF war auch führend bei der Entwicklung einer neuen Befundung, die während des Kurses genutzt wird.

Im Wasser muss man den Rumpf in dem ganzen Gleichgewichtsspiel nutzen. Deswegen ist Halliwick auch eine Constraint Induced Movement Therapy (CIMT) für den Rumpf.

Die Gleichgewichtsstrategien werden in Halliwick über intentionelle Fertigkeiten geübt oder auch über reaktive Bewegungen angebahnt. Halliwick ist eine Problemlösungstherapie, die sich vor allem in der Neurologie und Pädiatrie gut bewährt hat und ganz deutliche Beziehungen zeigt mit Bobath und Konduktive Erziehung. Aufenthalt im Wasser hat dazu ganz bestimmte sensorische Effekte, die ähnlich wie beim Snoezelen, angewandt werden können die Wachheit des ZNS zu verbessern.

In diesem Kurs erlernen Sie Elemente für dieEinzeltherapie als auch für die Gruppentherapie im Wasser. Die Gruppenarbeit richtet sich auf Themen wie: Spiele und ihre Ziele, Methodik des Lehrens, Gestaltung der Unterrichtsstunde.

Methodisch-didaktisch werden im Kurs Techniken genutzt wie Distant Learning, Video-Analysen mit Hilfe von Checklisten, Clinical Reasoning und Peer Kontrolle.

Inhalte

  • Das Zehn-Punkte-Programm und die Wasser Spezifische Therapie
  • Begründung der Wassertherapie bei (hirngeschädigter) Kindern im Rahmen des Evidence Based Practice
  • ICF für Befundung und Behandlung
  • Halliwick: Beziehungen mit CIMT, Bobath, konduktiver Erziehung und Snoezelen
  • Patientenvorführungen und Patientenbehandlungen
  • Spezifische Handhabungen
  • Prüfung

Referent

Johan Lambeck, Physiotherapeut, Senior Halliwick Lecturer IHA

Kursanerkennung durch die Internationale Halliwick Association IHA