Liebe Freunde des NRZ,

herzlich Willkommen zur 4. Ausgabe des NRZ Newsletters, in welchem ich Sie heute zum letzten Mal über Neuigkeiten und Veranstaltungen im NRZ informiere.

In dieser Ausgabe berichte ich u.a. von einem Rollstuhl mit Fahrassistenz, Schlangen auf der Station A und einem schönen Benefizkonzert in der Kirche Unser Lieben Frauen.

Viel Spaß beim Lesen und schönen Gruß aus Friedehorst,

Miriam Hilbers
Redakteurin
mhilbers.nrz@friedehorst.de

Miriam Hilbers


THEMEN  


 

T2-Rolland – Ein sicherer Rollstuhl mit Fahrassistenz

T2-Rolland ist ein Projekt der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Neurologischen Rehabilitationszentrum Friedehorst (NRZ) und weiteren Partnern aus der Wirtschaft und Forschung.

Im Innenhof des NRZ ist der künstliche Parcours (siehe Bild) für die Studie des Sonderforschungsbereichs TR-8 „Spatial Cognition“ der Uni Bremen aufgebaut. Unter der Leitung von Dr.-Ing. Dipl.-Inform. Christian Mandel und der Mitwirkung der  Physiotherapeutin des Rahazentrums, Insa Lohmüller, üben 10 Patienten des NRZ jeweils eine Stunde an 5 Tagen mit T2-Rolland. Im Parcours müssen die Probanden rangieren, sich um 180 bzw. 360 Grad drehen, eine Acht fahren, eine Rampe rauf- und runter und rückwärts fahren. 
Die Fahrassistenz unterstützt den Rollstuhlfahrer über eine aktive Kollisionsvermeidung, d.h. der Rollstuhl erkennt selbstständig Hindernisse und umfährt diese.   Neben dem serienmäßigen Joystick ermöglicht der T2-Rolland auch die Verwendung eines so genannten Kopf-Joysticks. Dadurch wird Rollstuhlfahrern, die keinen Joystick mehr verwenden können, eine Alternative zu der allgemein als unkomfortabel angesehenen Kinnsteuerung geboten. Mit diesem Kopf-Joystick lenkt Alexandra Witte den Rollstuhl (siehe Bild), wobei der Fahrassistent in engen Situationen die Feinregelung übernimmt. Der Kopf-Joystick ist in der weißen Mütze integriert, die Alexandra Witte trägt. Durch Neigen des Kopfes nach vorne fährt sie den Rollstuhl vorwärts, durch leichtes Neigen des Kopfes zur Seite, lenkt sie Rolland in die entsprechende Richtung.


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Alexandra Witte im Rollstuhl Roland (Foto Insa Lohmüller)

Skizze des Rolli-Parcours im Innenhof des NRZ



 

Boas auf der Station A

Von einer Begegnung der besonderen Art können die Rehabilitanden, Eltern und Mitarbeiter von der Station A seit dem 14. Oktober ihren Bekannten und Freunden erzählen. 
Dietmar Schulz, Stationsleitung von Station D im NRZ, brachte seine zwei einjährigen Boas für die Rehabilitanden mit ins NRZ. Die mittlerweile 1m langen Boa constrictor, die im deutschen Abgottschlangen heißen, tolerieren geduldig die Annäherungsversuche der Kinder. Dietmar Schulz erzählt den Kindern, dass die ungiftigen Würgeschlangen bereits mir vier Jahren erwachsen sind sich alle 6-8 Wochen häuten. Womit Herr Schulz die Schlangen denn füttert wollten die Zuschauer natürlich auch wissen. „Alle 14 Tage bekommen die Schlangen 1-2 tote Mäuse“, erzählt Dietmar Schulz, „Wenn sie sich gerade Häuten haben sie allerdings keinen Appetit“.


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Benefizkonzert

Artemosso spielt für das Neurologische Rehabilitationszentrum in Friedehorst

Das sinfonische Blasorchester artemosso spielte zu Gunsten des Neurologischen Rehabilitationszentrums Friedehorst  am 26. September 2010 in der Kirche Unser Lieben Frauen.
Zum Benefizkonzert eingeladen hat der Förderverein des Rehazentrums unter dem Vorsitz von Frau Inge Sandstedt. 

1995 haben engagierte Bremerinnen und Bremer den Förderverein Neurologisches Rehabilitationszentrum in Friedehorst e. V. gegründet. Er hat bisher nahezu zwei Millionen Euro an Spenden gesammelt und damit viele Projekte unterstützt. Dazu gehört vor allem das Elternhaus und das in diesem Jahr erbaute medizinische Trainingszentrum, zu dessen Finanzierung der Förderverein in erheblichem Maße beiträgt. Denn – Bewegung ist Leben. www.friedehorst.de/nrz  

Der Schirmherr der Veranstaltung, Pastor Hans-Peter Reeb (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Friedehorst), begrüßte um 19 Uhr die zahlreich gekommenen Konzertbesucher. Wolfgang Nolzen führte durch das Programm und berichtete den Konzertgängern zu den Musikstücken interessante Hintergrundsinformationen.  

Artemosso entstand 2002 aus einem Workshop für sinfonische Blasmusik in Worpswede. 2003 als Orchester gegründet, steht es seit 2006 unter der Leitung von Helmut Sprenger. Dem Ensemble gehören rund 50 Laienmusiker im Alter zwischen 16 und 70 Jahren an. Was sie verbindet, ist der Spaß am Musizieren. www.artemosso.de  


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Das sinfonische Blasorchester artemosso in der Kirche Unser Lieben Frauen am 26. September 2010



 

Feiern und helfen

Am 01.Oktober 2010 überreichte das Management des Hotel Innside in Bremen eine Spende in Höhe von 500 Euro an den Förderverein des Neurologischen Rehabilitationszentrums in Friedehorst e. V. (NRZ)

Frank Bauchwitz, Direktor des Hotels Innside, und Sales Managerin  Katharina Lux überreichten den Scheck in Höhe von 500 € an Inge Sandstedt (Vorsitzende des Fördervereins NRZ), Matthias Müller (Pflegedienstleiter des NRZ und Schatzmeister des Fördervereins) und PD Dr. Matthias Spranger (Leitender Arzt und Geschäftsführer des NRZ) im neuen Medizinischen Trainingszentrum (MTZ) des Rehazentrums.  Gesammelt wurde der Betrag anlässlich der Tombola, die das Hotel im Rahmen seiner diesjährigen Kundenparty veranstaltete. Die Spende kommt dem neuen Medizinischen Trainingszentrum des Neurologischen Rehabilitationszentrums zu Gute, das im Juni dieses Jahres seine Türen öffnete. Auf 280 Quadratmeter beherbergt das Trainingszentrum einen Reha-Bereich sowie drei weitere Therapieräume, in denen Rehabilitanden des Reha-Zentrums, Bewohner von Friedehorst, aber auch Menschen mit Handicaps und Senioren aus Bremen-Nord unter kompetenter Anleitung des Therapeutenteams trainieren können. 


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(v.l.) Inge Sandstedt, Matthias Müller, Frank Bauchwitz, Katharina Lux, PD Dr. Matthias Spranger



 

Satelliten-Symposium

Das Neurologische Rehabilitationszentrum Friedehorst richtete anlässlich der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e.V. (DGNR) am 4. November 2010 in Bremen ein Satelliten-Symposium aus.

An zwei aufeinander folgenden Workshops konnte teilgenommen werden. Zum startenden Workshop  – Neuropsychologische Testverfahren  empfang um 9.00 Uhr Herr Dipl. Psych. Ralf Heindorf (Neuropsychologe GNP) die Teilnehmer. Verschiedene Testverfahren und teletherapeutische neuropsychologische Trainings wurden vorgestellt. Weitere Themenschwerpunkte waren Differentialindikation und Ergebnisinterpretation mit praktischen Übungen.  
Nach einer kurzen Pause am Kaffeebuffet begann der Workshop  – Ganganalyse von Oberarzt Dr. Frank Meya und der Physiotherapeutin Eva Sultan vom Orthesenteam.Der Workshop begann mit Patientenvorstellungen ausgewählter Krankheitsbilder,  der Ganganalyse im Rehazentrum und endete mit einer interdisziplinären Diskussion der Behandlungsoptionen.    


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Workshop - Ganganalyse 
Eva Sultan, Dr. Frank Meya



 

Zwiebelkuchenabend im Elternhaus von Dagmar Köller (Ltg. Elternhäuser)

Das ehrenamtliche Elternhausteam lud alle Eltern, Gäste und Kinder der NRZ-Elternhäuser am 07. Oktober zu herbstlichen Impressionen für den Gaumen ein. Etwa zwei Dutzend kleine und große Gäste ließen sich den selbstgebackenen frischen Zwiebelkuchen schmecken, der direkt aus dem Ofen auf den Tisch kam. Auch nach vollkommener Sättigung wurde der Abend  bei Saft und Federweißer noch richtig lang und sehr lustig. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unser unermüdliches ehrenamtliches Elternhausteam. „Ihr seid einfach super.“


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Zwiebelkuchenabend im Elternhaus



 

Sprachtherapie CIAT (Constrained Induced Aphasia Therapy)

Menschen mit schweren Aphasien erleben häufig Misserfolge in der Kommunikation. Die Konsequenz ist ein Vermeiden gesprochener Sprache.

CIAT (Constrained Induced Aphasia Therapy) ist eine Sprachtherapie bei der Äußerungen, die für den Alltag wichtig sind, wiederholt geübt und automatisiert werden. Es darf dabei ausschließlich mit Worten und Sätzen kommuniziert werden. Ersatzstrategien wie z.B. Gesten, Schreiben, Vereinfachungen sollen vermieden werden.
Ziel ist es, den Betroffenen mehr Sicherheit im Sprechen zu vermitteln. Die Therapie findet in kleinen Gruppen in Form kommunikativer Spielsequenzen statt. Jeder Teilnehmer erfährt eine individuelle, an seinen sprachlichen Möglichkeiten orientierte Förderung.
Das Neurologische Rehabilitationszentrum Friedehorst bietet diese Intensivbehandlung (10 Tage) für Erwachsene mit schwerer Aphasie im Alter von 20 bis 65 Jahren regelmäßig an.   Die Kostenübernahme der Sprachtherapie wird durch die Krankenkasse mit dem Formular 60 / 61 oder mit einem formlosen Antrag bei einem anderen Kostenträger von Ihrem Hausarzt oder Neurologen beantragt. Dies ist eine zeitlich begrenzte 14-tägige vollstationäre oder 10-tägige teilstationäre Maßnahme, betreut durch die Logopäden.  
Für Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Andrea Lork-Schulz. 
Tel.: 0421/6381-510 Fax.: 0421/6381-580 anmeldung.nrz@friedehorst.de.    


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(v.l.) Mathias Ernst, Iris Jerke, ThomasBock



 

Mit den Stationsärzten und dem Pflegedienst im Gespräch

Die Eltern der Rehabilitanden auf der Station A werden an 2 Terminen in der Woche zum lockeren Austausch  bei Kaffee/Tee mit dem Pflegepersonal und den Stationsärzten eingeladen.  

Das Elterncafé findet freitags zwischen 15:00 und 16:00 Uhr parallel zum Wochenabschluss  der Kinder auf  dem Tauben-, Elefanten- und Fischflur statt. An diesem Elterncafé nimmt jeweils ein Mitarbeiter aus dem Pflegedienst der Flure teil, der für Fragen und Anregungen der Eltern offener Ansprechpartner ist.  

Ein neues Angebot der Stationsärzte für die Eltern von Station A wird jetzt jeden Mittwoch um 11:00 Uhr im Besprechungsraum der Station A angeboten. Wie schon beim Elterncafé gibt es keine festen Themen – jedes Thema ist willkommen.


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Dankeschön für unkomplizierte Hilfe

Sportgemeinschaft Platjenwerbe trainiert im neuen Medizinischen Trainingszentrum (MTZ).

Am 23. August  2011 musste die Sportgemeinschaft Platjenwerbe ihre Turnhalle aufgrund von Einsturzgefahr des Daches schließen.
Zwei Herzsportgruppen, eine Herren Gymnastikgruppe und zwei Volleyballmannschaften konnten kurzfristig im neuen Medizinischen Trainingszentrum (MTZ) des neurologischen Rehabilitationszentrums Friedehorst weiter trainieren.   Für diese unkomplizierte und schnelle Hilfe bedankte sich die Sportgemeinschaft Platjenwerbe mit einer Spende an den Förderverein des Neurologischen Rehabilitationszentrums Friedehorst.   Herr Bruns (1. Vorsitzender der Sportgemeinschaft Platjenwerbe) und Herr Schukoff (Kassenwart des Sportvereins Platjenwerbe) übergaben die Spende in Höhe von 200 Euro an Herrn PD Dr. Matthias Spranger (Leitender Arzt und Geschäftsführer des NRZ), Matthias Müller (Schatzmeister des NRZ Fördervereins, Pflegedienstleiter NRZ) und Richard Franken (Schriftführer des NRZ Fördervereins, Physiotherapeut und in diesem Fall auch Kontaktperson für die Sportgruppen im NRZ.   Der Betrag kommt dem Medizinischen Trainingszentrum des Reha-Zentrums zu Gute. In dem neuen Medizinischen Trainingszentrum werden neben krankengymnastischen, logopädischen und ergotherapeutischen Behandlungen gerätegestützte Trainingstherapie, Funktionstraining, Präventionskurse, Rehabilitationssport, Rückentraining und viele andere Gesundheitsleistungen angeboten. Durch die therapeutische Betreuungsintensität und –qualität und die behindertengerechten Trainingsgeräte richtet sich das Angebot insbesondere an Menschen mit körperlichen Einschränkungen.Der Zugang erfolgt per Heilmittelverordnung oder als Selbstzahler.


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Hr. Müller, Hr. Franken, Hr. Bruns, Hr. Schukoff, Hr. PD Dr. Spranger



 

Sommerfest der Stiftung Friedehorst

Ein kurzer Nachtrag zum Sommerfest am 22. August 2010

Am Stand des Neurologischen Rehabilitationszentrums Friedehorst konnte mit den Produkten aus unserer Berufstherapie ein Erlös von 138,- Euro erzielt werden. Die Enten, Beetdekorationen, Wandlampen und Teelichter-Raupen wurden in der Berufstherapie von Rehabilitanden des Rehazentrums mit viel Sorgfalt hergestellt.
Die leckeren Kekse aus der hauswirtschaftlichen Abteilung in der Berufstherapie hatte ich „nur“ als verkaufsfördernde Maßnahme für die schönen Holzprodukte angesehen; die Kekse erfreuten sich allerdings so großer Beliebtheit, dass sie mir ebenfalls abgekauft wurden und zum Umsatz beitrugen.
An dieser Stelle vielen Dank an alle Besucher des NRZ-Standes.
Der Erlös des Sommerfestes der Stiftung Friedehorst, durch die Verkaufsstände und die Tombola, fließt in die Anschaffung eines barrierefreien Kleinbusses für alle Betriebe.


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NRZ-Stand beim Sommerfest 2010