Therapien

Schule

Eine umfassende Diagnostik steht am Anfang der Beschulung. Mit standardisierten und informellen Tests werden die Bereiche Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis untersucht und die Kenntnisse zur Sprache im Lesen und Schreiben und für Zahlen und Mengen ermittelt.

Lernen in der Gruppe ist der „Normalzustand“ in der Schule. Deshalb unterrichten die Lehrer in Kleingruppen zwei bis maximal acht Schüler, die aufgrund ihres Alters und ihrer Lernvoraussetzungen gut miteinander agieren können. Schüler erarbeiten in manchen Phasen gemeinsam etwas, aber bei bestimmten Themen z.B. in der Mathematik wird jeder nach seinen Vorkenntnissen oder Teilleistungsschwächen  einzeln gefördert.
In der Gruppe erleben die Kinder, dass sie mit ihren Problemen nicht allein dastehen und nehmen neue Lerninhalte in der Zeit und mit der Unterstützung auf, die sie benötigen. Dadurch erzielen sie in kleinen Schritten Erfolge und fassen Zutrauen in die eigenen Leistungen, damit sie später in ihrem häuslichen Klassenverband erfolgreich mitarbeiten können. Motivation zurückgewinnen und wieder Spaß am Lernen finden – das ist besonders wichtig. Wenn das Grundprinzip des Förderns umgesetzt ist, kann es ergänzt werden um das des vorsichtigen Forderns.


  
Einzelunterricht ist vor allem während der Frührehabilitation sinnvoll, wenn verbale Äußerungen nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind und der Rehabilitand basale Inhalte neu lernen muss.
Schulische Förderung erfolgt in allen Schulstufen und Schularten bis zur gymnasialen Oberstufe.
Schwerpunkte des Unterrichts liegen in den Fächern Deutsch und Mathematik, Englisch und Französisch. Die Lernangebote werden ergänzt um Inhalte aus Physik, Chemie, Biologie, Latein und Kunst.


    
Teilnehmer an medizinisch-beruflichen Maßnahmen profitieren von der engen Zusammenarbeit zwischen Schule, Neuropsychologie und Berufstherapie. Der Unterricht ist formal und inhaltlich an die spätere Ausbildungssituation angeglichen: ein Schultag pro Woche, vier Tage praktische Unterweisung.
Sprachliche und mathematische Aufgaben, aber auch Themen aus Politik, Wirtschaft und Umwelt bereiten auf Ausbildung oder Arbeit vor. Dabei werden  entweder basale Kenntnisse (wieder) erarbeitet und gefestigt oder weiter führende Themen mit beruflichen Schwerpunkten behandelt.
Rehabilitanden nehmen nicht nur rezeptiv Informationen auf, sondern werden ermutigt, eigenständig  Strategien zum selbstständigen Wissenserwerb zu erarbeiten und die Ergebnisse auch zu präsentieren. Entsprechend wichtig ist die Einbindung der Medien Computer und Internet in den Unterricht.

         
Die Bremer Nachrichten in der NRZ-Schule – ein Interview mit Rehabilitanden [PDF-Download, 553 KB, 1 Seite]