Almata-Stift in Walle

Konzeption für demenziell veränderte Menschen

Für die  Konzeption des Hauses wurde eine  Farb-, Licht- und Raumgestaltung gewählt, die das Alltagsgeschehen, die  Individualität, die Erinnerungen und die Gemeinschaft der Bewohner berücksichtigt.



Im Almata-Stift leben demenziell veränderte Menschen zusammen mit anderen älteren Menschen auf einer Wohnetage, werden aber tagsüber in den Wohnküchen durch Präsenzkräfte (abgeleitet von präsent/anwesend) gesondert betreut. Neben den gemeinsamen Mahlzeiten sind die Gespräche mit den Bewohnern sehr wichtig. Außerdem wird beispielsweise zusammen gesungen, gebastelt, die Tageszeitung gelesen oder gespielt. Auch 10-Minuten-Aktivierung und Gymnastik werden angeboten. Kleinere hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Backen und Kochen sowie Gartenpflege werden gemeinsam mit den  Bewohnern verrichtet.

Die Teilnahme an den Angeboten ist freiwillig. Die Gruppen dienen zur Tagesstrukturierung von verwirrten Menschen und sollen die einzelnen Personen aktiv beschäftigen und mit einbeziehen, um ihrem Dasein Orientierung und Sinn zu geben. Gleichzeitig werden noch vorhandene Fähigkeiten trainiert und so die körperliche, seelische und geistige Gesundheit und Selbständigkeit aufrecht erhalten und gefördert. Auf diese Weise werden die Bewohner ermutigt, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Oftmals wird so das Gedächtnis wieder spielerisch angeregt und alte Erinnerungen geweckt.

Eine Einbindung von Angehörigen und anderen Bezugspersonen ist bei dieser Form der Betreuung ganz wichtig. Sie dienen als Informationsquelle zum besseren Kennenlernen und Verstehen der verwirrten Menschen. Fortbildungsveranstaltungen für Angehörige und Interessierte z.B. zum Thema „Demenz“ werden regelmäßig angeboten.

Die dementen Menschen fühlen sich im Almata-Stift aufgehoben und irren selten umher. Sie haben ein großes Zugehörigkeitsgefühl, da sie tagtäglich einen festen Platz mit vertrauten Menschen vorfinden. Diese Einbindung in einen familiären Rahmen vermittelt ihnen Sicherheit, Erfolgserlebnisse und ein Selbstwertgefühl. Durch das intensive Miteinander von Bewohnern, Angehörigen und Präsenzkräften in den Wohnküchen entsteht ein gegenseitiges Verständnis.