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Abklärung der beruflichen Eignung

mit Bildungsgutschein

Das Berufsförderungswerk hält für Menschen mit Bildungsgutschein Abklärungen zur allgemeinen Orientierung und Klärung, ob angestrebte Qualifizierungen oder Umschulungen erfolgsversprechend sind, bereit.

Unsere Angebote:

Die PSU liefert einen ersten Rahmen in Bezug auf die eigenen  Voraussetzungen und Perspektiven mit Blick auf weiterführende Maßnahmen zur Integration.

Ziel:
Psychologische Einschätzung zu integrationsrelevanten Aspekten der psychischen, mentalen und biographischen Ausstattung der Teilnehmenden.

Zielgruppe:

  • Menschen in einer berufsbiographischen Entscheidungssituation (Übergang Ausbildung, Beruf oder Wechsel des Arbeitsplatzes/Arbeitgebers)

Inhalte:
Individuelle Beratungs- und Explorationsgespräche zu:

  • soziale und berufliche Anamnese
  • psychologische Exploration

Durchführung und Auswertung psychologischer Standardtestungen zu:

  • Intelligenzdimensionen
  • Berufsinteressen
  • Rechtschreib- und Rechenleistung
  • Konzentration und Sorgfalt

Rückkopplung und Validierung

  • Darlegung und Erläuterung der Ergebnisse
  • Austausch und Vertiefung zu zentralen Aspekten
  • Bewertung einzelner Aspekte in Bezug auf deren Relevanz für berufliche Neuausrichtungen
  • ggf. weitergehende Beratung zur Verfolgung/Einleitung weiterer Schritte

Das Assessment beinhaltet die Überprüfung von Eignung und Neigung für eine konkrete Qualifizierung bzw. Umschulung.

Zur Anwendung kommen Standardtestverfahren, die sich im Rahmen psychologischer und arbeitspraktischer Testdiagnostik bewährt haben.

Im Zentrum steht die Konfrontation mit branchentypischen Tätigkeiten/Anforderungen (Aufgaben, Technologien, Werkstoffen). Deren Umsetzung wird beobachtet; die Resultate werden gemeinsam mit dem/der Ausbilder/in ausgewertet.

Teilnehmende erleben sich im beruflichen Umfeld und können neben der intellektuellen Eignung ein „Gefühl" zum angestrebten Gewerk/Branche entwickeln.

Die Maßnahme wird von Tests in Deutsch und Mathematik sowie gruppendynamischen Elementen flankiert.

Ziel:

  • Klärung von Eignung und Neigung für den angestrebten Beruf
  • ggf. Entwicklung von Alternativen
  • Erhöhung der Motivation zur Aufnahme der Qualifizierung
  • Verringerung der Abbruchgefahr durch frühzeitige Klärung von Förderbedarfen

Zielgruppe:

Teilnehmende, die über einen Bildungsgutschein für eine FbW-Maßnahme vorgesehen sind und deren Erfolg nicht hinreichend eingeschätzt werden kann; insbesondere in Kombination mit folgenden Risikofaktoren:

  • keine abgeschlossene Ausbildung
  • diskontinuierliche Schul- oder Erwerbsbiographie
  • nicht Muttersprachlichkeit
  • wenig aussagefähige Informationen zur Belastbarkeit (körperlich, psychisch)

Inhalt:

  • Erhebung der Berufsbiographie
  • Klärung schulischer, beruflicher und sozialer Ressourcen
  • psychologische Testdiagnostik (mit Rückmeldung durch Psychologen)
  • gruppenpädagogisch angeleitete Analyse zur Eigenmotivation
  • Analyse sozialer Kompetenzen im Gruppenprozess
  • arbeitspraktische Intensivphasen mit Auswertung der Ergebnisse gemeinsam mit dem/der Ausbilder/in im Zwischen- und Abschlussgespräch
  • Testung des Lesevermögens von Fachtexten
  • Testungen im angewandten Rechnen
  • Abklärung von Chancen/Risiken der angestrebten Qualifizierung mit dem Assessmentteam
  • Abschlussbericht

Als Einzel- oder Gruppenmaßnahme buchbar.

Im Beratungsprozess der Agenturen und Job-Center wird von den Kunden häufig die berufliche Perspektive „menschennaher Dienstleistungen" bzw. „helfender Berufe" ins Spiel gebracht.

Den Ausschlag geben oft positive Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus dem unmittelbaren sozialen Umfeld oder manchmal auch nur mangelnde berufliche Alternativen. Wie auch immer sich die
Motivationslage darstellt, sie muss im Einzelfall analysiert und auf Tragfähigkeit hin geprüft werden. Es geht um die Klärung von Fragen wie: Wie nahe kann ich (fremde, kranke, beeinträchtigte u.ä.) Menschen an mich heranlassen? Wo liegen meine Grenzen? Bin ich
auf Dauer wirklich belastbar? Wo liegen meine Potenziale und kann ich mir vorstellen, diese in eine professionelle Haltung zu überführen?
Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Selbsterleben der Teilnehmenden in den helfenden Berufen; insbesondere im Umgang mit älteren, pflegebedürftigen und behinderten Menschen. In Vorbereitung auf Hospitationen werden Teilnehmende mit
den Basistätigkeiten und -techniken des Pflegealltags vertraut gemacht. Die Erfahrungen werden durch Praxispersonal begleitet und in der Praxisreflexion aufbereitet.


Flankiert wird die Praxis durch psychologische Testungen. Innerhalb der Gruppe werden eigene Berufserfahrungen reflektiert und in Hinblick auf zukünftige Anforderungen im helfenden und pflegerischen Bereich ausgewertet.

Die Ergebnisse werden durch den/die Psychologen/-in gemeinsam mit dem Teilnehmenden analysiert.

Ziel:

  • Klärung der persönlichen, arbeitsmedizinischen und psychologischen Eingangsvoraussetzungen
  • Klärung von Angemessenheit und Tragfähigkeit der motivationalen Voraussetzungen
  • Klärung der Potenziale für die Ausbildung eines professionellen Profils

Zielgruppe:

  • Schulabgänger, für die es im Rahmen der Ersteingliederung abzuklären gilt, ob helfende Tätigkeiten eine reelle berufliche Perspektive bieten
  • Erwerbslose Erwachsene
  • Berufsrückkehrer/innen

Inhalt:

  • Aufbereitung medizinischer und/oder psychologischer Vorgutachten (optional)
  • Klärung des arbeitsmedizinischen Leistungsbildes (optional)
  • schulische und berufsbiographische Anamnese
  • gruppendynamisch angeleitete Klärung der Motivationslage
  • psychologische und arbeitspraktische Eignungsdiagnostik
  • fachlich angeleitete Auseinandersetzung mit dem Spektrum helfender Berufe
  • begleitete Hospitation in mind. 2 Tätigkeitsfeldern
  • Reflexion der Erfahrungen mit Praktikern aus dem Handlungsfeld
  • Abschlussauswertung mit dem gesamten Assessmentteam
  • ggf. Entwicklung alternativer beruflicher Optionen
  • Abschlussbericht

Das Integrations-Assessment greift die Erfahrungen des Berufsförderungswerkes Friedehost mit der Integration von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen auf und stellt sie anderen Zielgruppen mit Integrationshemmnissen zur Verfügung.

Dies gilt etwa für den Kreis „Alleinerziehender Menschen" (Projekt
VIA) oder Menschen im ALG II-Bezug, denen der Wiedereinstig
ins Berufsleben aus eigener Kraft heraus schwer fällt. Das Integrationsassessment agiert dabei auf drei Ebenen:
a) Diagnostik
Ausgangspunkt aller Aktivitäten ist es, die aktuelle Situation jedes einzelnen Teilnehmenden mit den je spezifischen Ressourcen und Hemmnissen umfassend zu analysieren und zu bewerten. Dies geschieht mit dem bewährten Instrumentarium aus Berufsfindung
sowie i-Punkt-Assessment; Gegenstand der Diagnostik ist die körperliche, psychische, mentale und arbeitspraktische Verfassung der Teilnehmenden.


b) Aktivierung
In aller Regel erleben Menschen, die über längere Zeit nicht (mehr) im Berufsleben aktiv sind, beim Wiedereinstieg „Barrieren"; mentale Barrieren wie auch ganz praktische Vermittlungshemmnisse.

So etwa hat ein beruflicher Wiedereinstieg organisatorische Konsequenzen in fast allen Bereichen der Lebensführung; etwa für die Versorgung der Kinder, die Führung des Haushaltes und ggf. Verpflichtungen gegenüber Familienangehörigen (Pflege u.ä.). Und selbst wenn organisatorische Lösungen gefunden wurden, bleibt die Verantwortung und damit auch die Zuständigkeit in der Regel bestehen. Das Management konkurrierender biographischer Handlungsfelder ist eine permanente Leistung, die alle – die sich
damit alleine auf sich gestellt sehen – in besonderer Weise fordern.
Dazu gesellen sich oft Unsicherheiten angesichts der Anforderungen der Arbeitswelt. Je weniger Erfahrungen mit der Arbeitswelt bestehen, desto mehr zeigen sich oft Selbstzweifel hinsichtlich der eigenen Arbeitsmarktfähigkeit.

Hier braucht es persönliche und aktive Ansprache sowie Lösungskompetenz. Es gilt, mit den Betreffenden praktische Modelle zu entwickeln und Zutrauen zur Umsetzbarkeit aufzubauen.
Thematisch verbindet das Assessment Diagnostik mit Berufsorientierung; methodisch gestaltet sich die Bearbeitung der Themen in einem Mix aus gruppendynamischen Elementen und Einzelcoachings.


c) Fokussierung
Sind die integrationsrelevanten Potenziale ausgelotet (Diagnostik) und hat die/der Teilnehmende ein positives Verhältnis zu seinen Stärken und Potenziale entwickelt (Aktivierung), werden diese unmittelbar
für den Bewerbungsprozess aufgearbeitet. Mit den Bewerbungsunterlagen wird die Akquise von Praktikumsplätzen
gestartet. Die Erfahrungen in diesem Prozess werden aufgearbeitet so dass die Integrationsstrategie entsprechen stabilisiert bzw. angepasst
werden kann.

Ziel:

  • Diagnosegestütze Analyse der biographischen Potenziale
  • Stabilisierung der Bereitschaft zur Neufokussierung der Berufsbiografie
  • Entwicklung einer konkreten Integrationsstrategie
  • Entwicklung eines Handlungsplans zum Ausgleich mit konkurrierenden Verpflichtungen

Zielgruppe:

  • Alleinerziehende Mütter und Väter (Projekt VIA)
  • ALG II Empfänger/innen
  • Berufsrückkehrer/innen
  • Menschen mit mulitplen Vermittlungshemmnissen

Inhalte:


In weiten Teilen identisch mit dem „klassischen" Integrationsassessment (s. vorne)

Bei Bedarf kann das Angebot in Teilzeit durchgeführt werden. Eine Kinderbetreuung ist in dieser Zeit - nach vorheriger Absprache - möglich.
Teilzeit (9:00-14:00 Uhr), Dauer: 20 Werktage
Vollzeit (8:00-15:00 Uhr), Dauer: 15 Werktage