Geschichte (2004 bis heute)

Die Arbeit der Stiftung

Um auch den wirtschaftlichen Erfordernissen besser gerecht zu werden, wurde Friedehorst – Vereinigte Anstalten der Inneren Mission e.V. 2004 rechtsformwechselnd umgewandelt. Seitdem dient die Stiftung Friedehorst als Dachorganisation über der Friedehorst gGmbH und ihren Tochtergesellschaften. Mit dieser Veränderung wurde die in Friedehorst geleistete diakonische Arbeit Friedehorsts nachhaltig sichergestellt. Die vier traditionellen Bereiche der Alten- und Behindertenhilfe, des Berufsförderungswerkes und des Neurologischen Rehabilitationszentrums gehörten zunächst der Friedehorst gGmbH an.

Im gleichen Jahr erhielt Friedehorst den "Unternehmenspreis Bremen-Nord " des Wirtschafts- und Strukturrats Bremen-Nord e.V. (WIR). Damit wurde die Einrichtung für ihre "herausragenden unternehmerischen Leistungen in der Region Bremen-Nord" geehrt.

Als Stiftung setzte Friedehorst seine Arbeit fort. Für das Neurologische Rehabilitationszentrum konnte im Mai 2005 mit Hilfe zahlreicher Spenden ein Elternhaus errichtet werden, in dem die Eltern der jungen Patienten gleich in der Nähe ihrer Kinder Unterkunft finden.

Herr Karl-Heinz Dekreon -  seit 13 Jahren der Friedehorster Geschäftsführer "Finanzen" - wurde im September 2005 feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Seine Aufgabe übernahm im Oktober desselben Jahres der Diplom-Ökonom Lothar Lotzkat.

Die Umstrukturierung Friedehorsts wurde im Frühjahr 2007 fortgeführt. Es wurden die eigenständigen Gesellschaften "Dienste für Senioren und Pflege Friedehorst gGmbH", "Dienste für Menschen mit Behinderung Friedehorst gGmbH" und "Neurologisches Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche Friedehorst gGmbH" gegründet und neue Geschäftsführungen bestimmt. Das Berufsförderungswerk Friedehorst-Bremen gehört weiterhin der Friedehorst gGmbH an.

Wappen des Eduard-Nebelthau-GymnasiumsEin besonderes Ereignis im August 2007 war die Eröffnung des Eduard-Nebelthau-Gymnasiums. Das private Gymnasium (staatlich genehmigte Ersatzschule) mit evangelisch-diakonischem und bilingualem (deutsch-englisch) Profil setzt einen neuen Akzent in der Arbeit der Stiftung Friedehorst.

Im Oktober 2008 wurde der Grundstein für eine neue Pflegeklinik der Dienste für Senioren und Pflege gelegt. In die Klinik, die im Frühjahr 2010 eröffnet werden soll, werden Bereiche der Altenpflege, Spezialpflege und die Station ViaVita (Wachkomastation) umziehen.

Im Frühjahr 2009 wurde für das neue Haus 72 der Dienste für Menschen mit Behinderung ein Grundstein gelegt. Dorthin werden erwachsen gewordene Bewohner aus den Kinderhäusern sowie ein Teil der Tagesförderstätte ziehen. Die Dienste für Senioren und Pflege wurden im April dieses Jahres um eine Tagespflege ergänzt.

Eine entscheidende personelle Veränderung trat zum Juli 2009 ein. Vorsteher Dr. Georg-Hinrich Hammer verabschiedete sich nach 13 Amtsjahren in den Ruhestand. Pastor Hans-Peter Reeb folgte ihm nach und bildet nun gemeinsam mit Diplom-Ökonom Lothar Lotzkat den gleichberechtigten Vorstand der Stiftung Friedehorst.

Die Geschichte Friedehorsts ist eine Konversionsgeschichte, die nun seit über 60 Jahren andauert. Ein Militärgelände wurde in einen friedlichen Lebensraum umgewandelt. Gleich von Anfang an war die Umkehr militärischer Hinterlassenschaften mit dem Ingangsetzen eines Erneuerungsprozesses verbunden. Neue Häuser wurden gebaut, neue Konzepte sozialer Wohlfahrtsarbeit wurden entwickelt und umgesetzt. Durch Friedehorst ist Bremen ein anerkanntes Kompetenzzentrum im Bereich der Rehabilitation und Pflege geworden, das große Beachtung gefunden hat. In Friedehorst richtet sich die Umkehr der Vergangenheit und die Schaffung des Neuen auf den Frieden von Körper und Seele. Hier können Menschen Frieden durch fachlich kompetente Heilung und Pflege, menschliche Fürsorge und Teilnahme am sozialen Leben finden. Im Angesicht von Krankheit, Unglück, Sterben und Tod bringt uns die christliche Botschaft eines neuen Lebens Trost, Hoffnung und Stärke.