Das Eldon-Burke-Quartier ist ein Ort, an dem Menschen #Füreinander da sein können
Auf dem rund 17 Hektar großen Gelände von Friedehorst in Bremen Burglesum entsteht sei 2024 das Eldon-Burke-Quartier. Was haben wir vor, warum machen wir das, was ist bislang passiert – und wie ist der aktuelle Stand? Das erfahren Sie auf dieser Seite.
Unser Ziel
Wir gestalten Orte, an denen Menschen füreinander da sind – und wo sich jeder Mensch nach seinen Bedürfnissen entfalten kann. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Campus von Friedehorst zu einem inklusiven, sozial-ökologischen Quartier zu entwickeln. Unter dem Namen Eldon-Burke-Quartier wird Friedehorst ein ganz normaler Teil von Bremen Burglesum sein.
Inklusion ist ein zentraler Begriff für die gesamte Quartiersentwicklung
Mit unseren Einrichtungen stehen wir für Inklusion: Wir ermöglichen Menschen mit Beeinträchtigung, Pflegebedürftigen und Menschen in der beruflichen Reha die Teilhabe. Allein auf dem Friedehorst-Campus in Bremen befinden sich rund 50 Bestandsbauten. Trotzdem empfinden viele das Gelände als abgetrennten Bereich. Das stammt noch aus einer Zeit, als es wirklich Schranken gab. Längst ist der Campus öffentlich zugänglich: Hinter Mauern oder vor verschlossenen Türen findet hier nichts statt. Bereits jetzt nutzen viele Menschen den Campus und den angrenzenden Friedehorst-Park zum Spazierengehen oder als Abkürzung. Und die grüne Mitte in Friedehorst ist seit vielen Jahren ein so genannter “dritter Ort” der Begegnung und Gemeinschaft für alle Menschen aus der Umgebung - dazu gehört auch der inklusive Friedehorst-Spielplatz.
Dr. Eldon Ray Burke (1898-1993) spielte eine bedeutende Rolle in der Entstehung von Friedehorst in Bremen-Lesum. Nach dem Zweiten Weltkrieg koordinierte er amerikanische Hilfslieferungen für das Council of Relief Agencies Licensed to Operate in Germany (CRALOG).
1946 kam Burke nach Bremen und setzte sich erfolgreich dafür ein, die ehemalige Wehrmachtskasere und spätere und Militärhospital in Lesum vor dem Abriss zu bewahren. Seine Vision war es, dort eine Einrichtung für Gesundheits- und Wohlfahrtszwecke zu schaffen. Dieses Engagement führte 1947 zur Gründung der „Friedehorst-Vereinigte Anstalten der Inneren Mission“. Damit war er einer der wichtigsten Initiatoren für die heutige Stiftung Friedehorst , die sich das sich zu einer der bedeutendsten sozialen Einrichtungen Norddeutschlands entwickelte.
Geprägt von seinem christlichen Glauben und dem Gedanken der Versöhnung verstand Burke Hilfe als Unterstützung zur Selbsthilfe. Sein Ziel war es, Deutschland nach dem Krieg eine neue Chance für Frieden und gesellschaftlichen Wiederaufbau zu geben. Zu seinem Andenken trägt das heute geplante inklusive Stadtquartier auf dem Friedehorst-Gelände den Namen Eldon-Burke-Quartier
Mit dem Eldon-Burke-Quartier verfolgen wir diesen Gedanken der Öffnung und der Inklusion nun konsequent, ganz im Sinne der Neuen Leipzig-Charta. Friedehorst wird viel stärker als bisher mit dem Stadtteil zusammenwachsen. Öffentliche Straßen soll es geben, Wohnbebauung, Freizeitmöglichkeiten und vieles weitere mehr.
Städtebaulicher Wettbewerb für das Eldon-Burke-Quartier
Startschuss für das Eldon-Burke-Quartier war im Jahr 2024 ein großer städtebaulicher Wettbewerb, der dabei geholfen hat, Visionen für dieses Areal zu entwickeln. Vorausgegangen war ein Beschluss des Kuratoriums der Stiftung Friedehorst, das Gelände zu öffnen und gezielt inklusiver zu gestalten. Wir wollen uns auf das konzentrieren, was wir gut können. Und bei Dingen, die andere besser können, finden wir die richtigen Partner:innen.
Das Eldon-Burke-Quartier auf dem Gelände der Stiftung Friedehorst soll sich zu einem offenen, lebendigen und vielfältigen Stadtteil entwickeln. Neben den bestehenden Angeboten der Stiftung entstehen neue Wohnmöglichkeiten, Arbeitsplätze sowie Freizeit- und Begegnungsorte. Bestehende Gebäude werden modernisiert und sinnvoll weitergenutzt, ergänzt durch nachhaltige Neubauten. Dabei stehen eine gute Erreichbarkeit und Mobilität sowie der Erhalt des prägenden Baumbestands und der Grünflächen im Mittelpunkt. So entsteht ein inklusives Quartier, das Menschen zusammenbringt.
Dafür hat die Stiftung Friedehorst – gemeinsam mit der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung der Freien Hansestadt Bremen – Anfang 2024 einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt. Das Planungsbüro p+t Planung hat den Wettbewerb fachlich-organisatorisch begleitet.
Eldon-Burke-Quartier: Die Entwicklung im zeitlichen Verlauf
Von der ersten Idee bis zum aktuellen Stand: die Entwicklung des Eldon-Burke-Quartiers im Überblick. Wir ergänzen diese Chronologie laufend.
Die Bauarbeiten für den inklusiven Spielplatz sind beendet. Der Spielplatz wird kurz vor dem Friedehorster Sommerfest eröffnet
Nach der Zwischenpräsentation im April fällt die Entscheidung für den Entwurf von Büro mosaik architekten mit studiomauer und nsp landschaftsplaner (aus Hannover). Das Siegerkonzept wird laufend in einem dynamischen Masterplan präzisiert. Dazu gehören viele vorbereitende Untersuchungen; etwa Verkehrsprognose oder Artenschutzgutachten.